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Die georgische Sopranistin Tamar Iveri debütierte bereits als Kind in Carmen im Kinderchor. Sie erhielt ihre Gesangsausbildung am Konservatorium vom Tiflis und machte dort im Mai 1998 ihr Debüt als Desdemona (Otello) an der Seite von Kristjan Johannsson und Renato Bruson. Sie arbeitete zunächst am NATIONALTHEATER BATUMI bzw. als Gastkünstlerin an der NATIONALOPER TIFLIS.

Im Juli 1998 erhielt sie beim Wettbewerb „Voci Verdiane“ in Busseto den zweiten Preis. Danach trat die Künstlerin im Rahmen einer Tournee in Japan auf, wo sie Arien aus La Traviata, Ernani, Otello, La Bohème, Adriana Lecouvreur und Un Ballo in Maschera konzertant sang.

Im Januar 1999 erhielt sie den ersten Preis beim internationalen Mozart-Wettbewerb in Salzburg. Darüber hinaus wurde sie von Mstislav Rostropovich zum EVIAN FESTIVAL eingeladen und sang unter seiner musikalischen Leitung Arien von Verdi, Puccini, Bizet und Charpentier bei einem Benefizkonzert in WIEN zugunsten von Kindern aus dem Kosovo. An diesem Konzert nahmen unter anderen auch G. Bumbry und F. Cossotto teil.

In den Saisonen 2000 bis 2002 entwickelte sich schnell eine internationale Karriere, die Tamar Iveri an die berühmtesten Opernhäuser der Welt führte. Sie war auf Konzerttournee in JAPAN als Nedda (I Pagliacci) an der Seite von Nicola Martinucci zu erleben. Im November 2000 debütierte sie als Elisabetta (Don Carlo) an der OPER BONN. In der Saison 2001/2002 war sie am GRAZER OPERNHAUS als Tatiana (Eugène Onegin), Donna Anna (Don Giovanni) und Liù (Turandot) zu hören. Im November 2001 hatte sie großen Erfolg bei ihrem Debüt an der WIENER STAATSOPER als Mimì (La Bohème).

Im März 2002 erfolgte ihr Italien-Debüt am TEATRO PALAFENICE in Venedig in der Rolle der Desdemona (Otello) unter der musikalischen Leitung von Marcello Viotti. Erfolgreich war auch ihr Auftritt im Juli 2002 am ROYAL OPERA HOUSE COVENT GARDEN in LONDON in der Rolle der Amelia (Simon Boccanegra).

In der Saison 2002/2003 trat Tamar Iveri am GRAZER OPERNHAUS als Elisabetta (Don Carlo), sowie als Adriana Lecouvreur in der gleichnamigen Oper von Cilea auf. Höhepunkte im Jahr 2003 waren die Japantournee als Desdemona (Otello) an der Seite von José Cura im Januar und die Teilnahme beim Festival CHORÉGIES d’ORANGE auch als Desdemona, wo sie von der Presse hochgelobt wurde (live von FRANCE 2 übertragen).

Zu den Höhepunkten der Saison 2003/2004 zählten: Otello (Desdemona) am TEATRO ALLA SCALA DI MILANO unter Riccardo Muti; La Bohème (Mimì) an der DEUTSCHEN OPER BERLIN; Don Giovanni (Donna Anna) am ROYAL OPERA HOUSE COVENT GARDEN in LONDON unter Antonio Pappano; Otello (Desdemona) am GRAZER OPERNHAUS, Simon Boccanegra (Amelia) am COVENT GARDEN an der Seite von Neil Shicoff, mit dem sie auch im März bei einem Benefizkonzert zugunsten der Organisation Or Chadasch im ETABLISSEMENT RONACHER in Wien sang. Im Mai 2004 wird die Künstlerin in Graz als Suor Angelica debütieren und im Juni in Don Giovanni (Donna Anna) an der SÄCHSISCHEN STAATSOPER DRESDEN singen.

Tamar Iveris Pläne für die Saison 2004/2005 umfassten neben ihrem Debüt im Sommer bei den SALZBURGER FESTSPIELEN als Fiordiligi in Così fan tutte unter Philippe Jordan, ihre Rückkehr an die WIENER STAATSOPER als Mimì (La Bohème), Verdis Messa da Requiem in GENUA und noch einmal Mimì (La Bohème) an der DEUTSCHEN OPER BERLIN. Im Jahr 2005 debütierte sie zudem an der METROPOLITAN OPERA NEW YORK als Donna Anna (Don Giovanni).

In der Saison 2005/2006 ist Tamar Iveri zunächst als Fiordiligi (Così fan tutte) im THÉÂTRE DU CAPITOLE in Toulouse zu hören. Dort verkörpert sie auch die Titelrolle in Puccinis Oper Suor Angelica Des Weiteren wird sie an der SEMPEROPER DRESDEN die Mimi in La Bohème und die Sopranpartie im Verdi Requiem im HERKULESSAAL in München singen.

Im September 2006 kehrte sie als Mimì (La Bohème) an die WIENER STAATSOPER zurück und sang danach die Amelia in der Premiere von Simone Boccanegra an der DEUTSCHEN OPER BERLIN.

Tamar Iveri wurde für ihre künstlerischen Verdienste in Georgien mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Für die Spielsaison 2001 wurde ihr von der Wiener Staaatsoper die Eberhard-Wächter-Medaille verliehen.

In ihrer Heimat Georgien ist Tamar Iveris Biographie bereits in Buchform veröffentlicht worden.

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